Neue Hoffnung

Sein zweiter Geburtstag: Markus hat eine Stammzellspende erhalten!

Markus hat seinen genetischen Zwilling gefunden und hat jetzt die Chance auf ein gesundes Leben.
Markus im Cockpit seines Stock Cars, bereit für das Rennen, ein Zeichen seines unerschütterlichen Geistes und seiner Entschlossenheit, als Blutkrebsüberlebender, der seinen genetischen Zwilling gefunden hat
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02.02.2024

Im November erlebte Markus, ein tapferer Familienvater, ein kleines Wunder: Der perfekte genetische Zwilling wurde gefunden, dank eines selbstlosen Stammzellspenders, der mit nur drei Wattestäbchen den ersten Schritt zur Rettung von Markus' Leben machte. Diese lebensverändernde Nachricht bot Markus nicht nur eine Chance auf Heilung von seiner Leukämie, sondern gab auch seiner Familie neue Hoffnung auf gemeinsame, sorgenfreie Zeiten. Unzählige medizinische Eingriffe und die Herausforderungen einer intensiven Chemotherapie, begleitet von starken Nebenwirkungen und der Isolation in einem sterilen Raum, hielt Markus mit unglaublicher Stärke durch. Parallel dazu bereitete sich irgendwo auf der Welt sein Lebensretter auf die entscheidende Stammzellspende vor.

Eine rettende Nachricht, ein tapferer Kampf & sein selbstloser Stammzellspender

Ende letzten Jahres wurde der genetische Zwilling für Markus gefunden! Und das nur, weil sich ein Mensch mit 3 Wattestäbchen registriert hat und bereit ist, dem Familienvater mit einer Stammzellspende zu helfen. Was für ein Glück für Markus! Diese sehnlichst erhoffte Nachricht bedeutet für ihn eine Chance auf ein gesundes Leben und für seine Lieben die Hoffnung auf eine sorgenfreie Familienzeit mit Papa.

Um dieses Ziel zu erreichen, kämpfte sich Markus tapfer durch unzählige Punktionen und Chemoblöcke mit starken Nebenwirkungen wie Gliederschmerzen, Schwäche, Haarausfall und Übelkeit in einem eigens dafür vorgesehenen Isolierzimmer. Dies war wichtig, um Markus vor Keimen und damit lebensbedrohlichen Infektionen zu schützen.

Parallel zu dieser Zeit, irgendwo auf der Welt, bereitet sich sein:e Lebensretter:in auf die Stammzellspende für Markus vor – mit umfassenden Gesundheitschecks im Vorfeld und letztendlich der lebensrettenden Stammzellspende von etwa 4 Stunden. In dieser Zeit hat sein Zwilling Zeit an Markus zu denken, ihm das Beste zu wünschen. Denn die beiden sind jetzt verbunden.

Der Weg der Stammzellen: Ein Wettlauf mit der Zeit

Nach der Spende, bleiben genau 72 Stunden Zeit, denn innerhalb dieser Frist wird der Beutel mit den Powerzellen zu Markus gebracht – das kann auf den verschiedensten Wegen funktionieren: Per Flug, per Bahn, mit dem Auto – aber immer mit wachsamem Kurier.

Zurück zum Klinikum von Markus: Der Tag X, der Tag der Stammzelltransplantation, ist gekommen: Markus ist gut vorbereitet, durch die starke Chemotherapie sind keine Krebszellen im Körper mehr nachweisbar und das Immunsystem komplett auf 0 runtergefahren. Ein harter Weg für ihn, aber nur so können die neuen Stammzellen gut im Körper anwachsen und für Power und Energie sorgen. Dieser Tag X bedeutet gleichzeitig auch seinen 2. Geburtstag.

„Er wird es schaffen!“
Markus, ein begeisterter Stock Car-Pilot und mutiger Blutkrebsüberlebender, strahlt Optimismus aus, während er entspannt auf der Rückseite eines Pickup-Trucks sitzt

Nach seiner Stammzelltransplantation: Es geht bergauf!

Nach der Stammzelltransplantation fühlt sich Markus besser, die Nebenwirkungen und Schmerzen lassen nach, der innere Druck und die Traurigkeit sind abgefallen – er hat wieder Glück: Es gibt keine Abstoßreaktionen, einfach, weil die Powerzellen seines genetischen Zwillings so gut matchen. Und das Schönste mit viel Herz: Dem Familienpapa geht es schon so gut, dass er an Weihnachten bereits zuhause sein kann und sich nun erholt von den Strapazen. Markus ist ein Kämpfer und beweist, dass er seine zweite Chance lebt und jeden Tag etwas gesünder wird. Aus dem „Er muss es einfach schaffen!“ seiner Freunde ist jetzt ein „Er wird es schaffen!“ geworden.

Für einen Zeitraum von 3 Monaten werden Blutwerte gecheckt, so können die Ärzte der Uniklinik Leipzig schauen, ob die neuen Stammzellen weiter anwachsen. In kleinen Schritten geht es gut voran und Markus darf weiterhin zuhause sein. Unterstützt wird er von seiner Frau Sara, die aufgrund ihres Berufes in der Altenpflege und wegen der hohen Keimgefahr für einen gewissen Zeitraum für ihn da sein kann. Gerne schaut er seinem Sohn Finnley beim Fußballspielen zu und der Sohnemann ist froh, dass Papa nach langer Zeit wieder für ihn da ist und bei den Hausaufgaben hilft.

Kleine Schritte zurück in die Normalität

Ein wichtiger Punkt sind auch kleine Umstellungen in der täglichen Ernährung. Denn bereits im Krankenhaus konnte sich Markus mit einer Ernährungsberaterin informieren, auf was er achten muss: Beispielweise keinen Schimmelkäse wegen der Pilzkeime essen, kein rohes Fleisch oder keinen rohen Fisch. Ebenso ist Alkohol und Nikotin ein Tabu. Bei Obst und Gemüse darf er nur das essen, was frisch geschält direkt verzehrt werden kann, am liebsten Äpfel. Auf die Frage, was ihm am meisten fehlt, antwortet Markus „ein Döner“ und schmunzelt. Es sind diese kleinen Schritte, die jetzt wichtig sind, aber auch die großen Ziele verliert Markus dabei nicht aus dem Auge: In Gedanken fiebert er daraufhin, irgendwann wieder Stockcar fahren zu können. Auch das wird er schaffen!

Eine willkommene Abwechslung ist der Austausch mit Freunden auf dem Hof der Familie – immer mit etwas Abstand an der frischen Luft – einfach um auch hier auf Nummer Sicher zu gehen. Gemeinsam reden und lachen, das tut Markus unheimlich gut.

Du möchtest deinem genetischen Zwilling auch Hoffnung im Kampf gegen Blutkrebs geben?

Du bist zwischen 16 und 45 Jahren und noch in keiner Stammzellspenderdatei registriert? Mit einem einfachen Wangenabstrich wirst du in wenigen Minuten als Stammzellspender:in aufgenommen.

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