Match'n'Connect: Ein Abend voller Begegnungen im Kampf gegen Blutkrebs
DAS LEBEN FEIERN.
Match'n'Connect: Ein Abend voller Begegnungen im Kampf gegen Blutkrebs
Ein Event für das Team Lebensretter. ein Abend, der für immer bleibt. Von Blutkrebs betroffene Familien, Stammzellspender:innen, Mediziner:innen,engagierte Kooperationspartner mit Herz und Unterstützer:innen, die die Ärmel hochkrempeln, um Leben zu retten: In einer lebensbejahenden Atmosphäre trafen sich alle gemeinsam, um das Leben zu feiern. Für Marisol war das ein ganz besonderer Moment, den sie mit euch teilen möchte.
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12.02.2026
Wie ist das das eigentlich, an Blutkrebs zu erkranken? Wie fühlt sich eine Stammzellspende an und wie läuft sie ab? Was motiviert dich, dich auf Typisierungsaktionen stark zu machen, um anderen zu helfen? Und dann all diese Magic Moments. Mutmacherfamilien treffen auf echte Löwenmamas, genetische Zwillinge liegen sich in den Armen, Mediziner:innen leisten Einzigartiges und drumherum dieses besondere Engagement der Lifesaver Community. Mitten drin stand Marisol mit klopfendem Herzen und abwechselnd einem Lächeln im Gesicht oder eine kleinen Träne in den Augen, denn sie weiß, was es bedeutet so jung zu erkranken und stärker zu sein, als man selbst denkt.
Aber fangen wir vorn an. Am 15. November 2025 wurden die OSTRA-Studios in Dresden zu etwas ganz Besonderem. Bei „Match'n'Connect – ein Event für das #TeamLebensretter“ hat der VKS Menschen zusammengebracht, die sich auf ganz unterschiedliche Weise gegen Blutkrebs engagieren. Es ging ums Zuhören, ums Teilen von Erfahrungen und darum, Verbindungen zu schaffen, die bleiben.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur Wissen, sondern vor allem das Miteinander. In mehreren Panels ging es um Typisierungsaktionen, um die Stammzellspende selbst und um ganz besondere Begegnungen zwischen genetischen Zwillingen – Menschen, die sich genetisch so ähnlich sind, dass sie einander das Leben retten können. Ein besonders emotionaler Moment war die erstmalige Verleihung des Lifesaver Awards. Mit diesem Preis hat der VKS Menschen geehrt, die mit ihrer Stammzellspende eine neue Lebenschance geschenkt haben. Ein Moment voller Dankbarkeit und Gänsehaut „Match'n'Connect“ war kein klassisches Event, es war ein Safe space, en Ort, an dem alle sein können, wie sie sind. Ein Ort, der ja sagt zum Leben und ein Moment, in dem wir uns gegenseitig Halt geben. So schlecht kann diese Welt doch nicht sein, wenn wir uns alle so nah und ähnlich sind. Niemand ist allein. Fuck Cancer möchten wir laut aus dem Fenster rufen und eine La Ala voller Lebensfreude durch den Raum tanzen lassen.
Wie sich dieser Tag wirklich angefühlt hat, lässt sich kaum in Programmpunkten oder Zahlen festhalten. Besonders spürbar wird das durch die persönlichen Eindrücke von Marisol:
Ein Tag, der Raum für Emotionen lässt
Marisol & Matthias bei Match'n'Connect 2025
"Der „MatchnConnect“-Abend am Samstag war für mich ein ganz besonderer Moment. Der gesamte Ablauf, von den Panels inklusive der Pausen über das Abendbuffet bis hin zum abendlichen Programm, waren perfekt aufeinander abgestimmt. Gerade nach emotional intensiven Passagen war immer genau der richtige Raum da, um anschließend kurz durchzuatmen. Die Moderatorin Henriette Fee Grützner hat mit unglaublich viel Feingefühl durch den Tag geführt, sodass es zu keiner Zeit langatmig oder schwer wurde. Der Abend sollte überwiegend dazu dienen, sich aus tiefstem Herzen bei den Spender:innen zu bedanken. Doch auch alle anderen Themen kamen nicht zu kurz. Es gab so viele spannende Beiträge zu sehen und hören, die alle noch einmal die Motivation immens verstärkt haben, weiter zu machen! Man kann ja so unglaublich viel erreichen und Gutes tun, oft braucht es dazu nur eine kleine Geste.
Besonders beeindruckt hat mich, wie viel Herzblut in diesem Event steckte. Die Panels waren nicht nur informativ, sondern sehr ergreifend: Viele Schicksale Betroffener, Einblicke in den Typisierungsablauf, Begegnungen zwischen Betroffenen und Spender:innen - jedes einzelne Element hat das Motto „Match'n'Connect“ perfekt widergespiegelt."
Wenn aus einem Motto echte Begegnungen werden
"Genau dieses Motto war es, was den Tag für mich persönlich so einzigartig und besonders gemacht hat. Es waren Personen vor Ort, die sich seit Jahren mit dem Thema Stammzellspende beschäftigen, zum Beispiel Mitarbeitende des ZKRD, die aber sonst kaum direkten Kontakt zu Patient:innen haben. An dem Abend konnten sie auch mal die andere Seite kennenlernen. Es waren Menschen da, die jemanden an Krebs verloren haben und sich nun für das Thema und die Aufklärung stark machen, Menschen, die selbst kämpfen mussten, Mediziner:innen, Engagierte, die Typisierungsaktionen organisieren oder in Schulen aufklären. Insgesamt war es eine engagierte Gemeinschaft, die sich auf ganz unterschiedliche Weise für das gleiche Ziel einsetzt.
//BILD: viele Menschen
Dass viele Menschen bereits schwere Schicksale erlebt haben und dadurch so stark hinter den jeweiligen Projekten stehen, war nicht zu übersehen. Es ist beeindruckend, wie viele das schwere Schicksal auf diese Weise angenommen haben und nun etwas positives daraus machen. Ich fand es beeindruckend, inspirierend und konnte kaum genug davon bekommen, mit all den Besucher:innen zu sprechen.
Für mich, als ehemalige Patientin, war es besonders wertvoll. Ich hatte z.B. auch endlich die Gelegenheit, eine Person kennenzulernen, die in meinem Alter ist und eine ähnliche Diagnose mitten in den 20ern erhalten hat. Diese Begegnung, und auch all die anderen Gespräche, haben mir noch einmal gezeigt, wofür man all diese Arbeit macht und welchen Unterschied sie bewirken kann. Mit jedem einzelnen konnte man direkt tiefgründige Gespräche führen, sodass langweiliger Smalltalk quasi unmöglich war."
"Als ehemalige Patientin war dieser Abend für mich unglaublich wertvoll. Die Begegnungen und Gespräche haben mir noch einmal ganz klar gezeigt, wofür all diese Arbeit da ist und welchen Unterschied sie wirklich macht."
Ein würdiger Abschluss eines besonderen Abends
"Das großzügige Buffet, die warmherzige Atmosphäre und die anschließende 120-Minuten-Party haben diesen ohnehin schon besonderen Tag perfekt abgerundet. Für mich war es ein absolut runder, wunderbarer Abend. Ich bin dem VKS von Herzen dankbar und ich hatte das Gefühl, dass es vielen anderen genauso ging. Für mich war es ein absolut runder, wunderbarer Abend. Ich bin dem VKS von Herzen dankbar und ich hatte das Gefühl, dass es vielen anderen genauso ging."
Match'n'Connect hat gezeigt, wie stark Gemeinschaft sein kann, wenn Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten ein gemeinsames Ziel teilen. Der Tag hat informiert, bewegt und Mut gemacht. Vor allem aber hat er sichtbar gemacht, wie wichtig jede einzelne Person im #TeamLebensretter ist. Ganz egal, ob du als Spender:in, Kämpfer:in, Angehörige:r oder engagierte Unterstützer:in dabei bist.
Ein Abend, der verbindet. Und einer, der noch lange nachwirkt.
Seit Michael im Dezember 2025 wegen Brustschmerzen die Notaufnahme besucht hat, ist er im Krankenhaus. Denn seine Chemotherapie musste sofort beginnen.
Henning (6) aus Jessen ist schwer herzkrank und braucht eine Stammzellspende
Eosinophile endomyokardiale Krankheit. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine schwere Herzerkrankung, bei der eine Art der weißen Blutkörperchen das Herzgewebe dauerhaft so schädigt, dass es zu Herzversagen kommen kann. Neben zahlreichen anderen Therapien steht fest: Der kleine Jessener braucht eine Stammzellspende, um wieder gesund leben zu können. Seine Mama Stephanie und sein Papa Paul haben sich daher an den VKS e.V. (Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden). gewandt und bitten nun alle Menschen zwischen 16 und 45 Jahren deutschlandweit, sich als potenzielle Stammzellspender:innen registrieren zu lassen.
Bruno strahlt über das ganze Gesicht. Er hält das Blatt Papier fest in der Hand, denn da steht drauf, was er selbst an diesem Tag fast noch gar nicht glauben kann. Es sind keine Krebszellen mehr in seinem Körper zu finden. Seiner Mama, die den Zettel zuerst in der Hand hielt, geht es ebenso. Da ist diese riesige Freude und trotzdem noch dieses Gefühl: Passiert das gerade wirklich? Ja, es passiert. Bruno, der kleine Star Wars Fan, ist krebsfrei.