Zwischen Sneakern und einem Lebensretter-Moment
2022 war ich auf der „Mesh&Laces" Messe in Berlin, umgeben von Sneaker-Ständen und guter Stimmung. Und mittendrin: ein Stand des VKS, an dem man sich typisieren lassen konnte. Ich hab mich einfach angestellt. Mein Kumpel hat mich gefragt, was ich da mache, und ich hab geantwortet: „Das dauert eine Minute und man kann damit jemandem vielleicht das Leben retten. Warum sollte man das nicht machen?" Er hat kurz überlegt, sich dann ebenfalls angestellt und wir haben uns beide typisieren lassen. So einfach war das.
Plötzlich war da diese E-Mail – der Moment, als Sascha zum Stammzellspender wurde
Irgendwann kam eine E-Mail vom VKS mit der Nachricht, dass ich einen genetischen Zwilling habe, der meine Hilfe braucht. Für mich war sofort klar: Ich helfe, ohne Zweifel und ohne Angst. Ich hatte mich ja genau aus diesem Grund registrieren lassen. Sowohl der VKS als auch die Ärzte haben mich über alles aufgeklärt und waren rund um die Uhr für mich da, wenn etwas gewesen wäre.
Ein paar schwere Tage und warum sie sich gelohnt haben
Mein Arbeitgeber hat mich für die Tage vor und nach der Spende freigestellt, sodass ich mich in Ruhe zu Hause vorbereiten konnte. Das Medikament, das ich bekommen habe, nennt sich G-CSF. Es sorgt dafür, dass Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut gelangen, was man Mobilisierung nennt, damit sie später bei der Spende aus dem Blut gewonnen werden können.
Ich hatte in dieser Zeit Kopf- und Hüftschmerzen, wirklich schlimm waren sie aber nicht. Mit dem Paracetamol, das ich mitbekommen habe, war das gut auszuhalten. Ein Gedanke hat mir dabei geholfen, alles in die richtige Perspektive zu rücken: Dem Patienten geht es gerade wesentlich schlechter als mir. Wenn ich ein paar Tage flach liege, um ihm das Leben zu retten, dann ist es das mehr als wert.
Vier Stunden im Bett und fast eingeschlafen
Ich wohne ganz in der Nähe des Virchow-Klinikums in Berlin, wo die Spende stattfand, und bin morgens entspannt aufgestanden, habe gefrühstückt und bin dann losgegangen. Die Spende selbst nennt sich Apherese, ein Verfahren, bei dem Stammzellen direkt aus dem Blut gewonnen werden. Du liegst dabei bequem im Bett, während dein Blut durch ein spezielles Gerät geleitet wird, das die Stammzellen herausfiltert. Kein Schnitt, keine Operation.
Ich hab es mir gemütlich gemacht, zwei Filme geschaut und Musik gehört. Insgesamt hat es etwas länger als vier Stunden gedauert, und ehrlich gesagt musste ich zwischendurch wirklich mit mir kämpfen, nicht einzuschlafen. So entspannt und absolut schmerzfrei war das Ganze.
Danach: leichtere Hüfte, voller Kopf
Nach der Spende habe ich gemerkt, dass die Hüftschmerzen fast vollständig weg waren, und das Stammzellspendezentrum hat mir netterweise noch einen Gutschein für die Kantine mitgegeben, sodass ich in Ruhe Mittag essen konnte. Meine Freunde fanden es alle sehr cool und interessant, und weil ich so gut informiert wurde, konnte ich direkt alle ihre Fragen beantworten. Meine Eltern sind beide schon seit über 20 Jahren registriert und haben mich von Anfang an unterstützt.
Was ich dir zur Stammzellspende sagen will
Tu dir selbst einen Gefallen und registriere dich. Das hier ist keine experimentelle Methode, bei der Risiken und Nebenwirkungen unerforscht sind, sondern ein absolut sicheres Verfahren, durch das du von studierten Ärzten begleitet wirst. Und das Gefühl danach, wenn du die Gewissheit hast, einem Menschen ein zweites Leben geschenkt zu haben?
„Das ist wirklich unbeschreiblich. Jeden Tag eine gute Tat, egal wie klein sie ist. Und wenn es so eine große ist, dann umso besser." 😁 Bist du auch bereit, deinem genetischen Zwilling zu helfen? Bestell dir dein Typisierungsset easy und kostenfrei nach Hause.