Der VKS-Blog

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Dieser Tag gehört allen Stammzellspender*innen

Wir danken allen Lebensrettern weltweit!

Über den ganzen Globus verteilt gibt es sie: Menschen, die uneigennützig Blutkrebspatienten ein neues Leben schenken! Es beginnt mit einem kleinen Wangenabstrich, dem manchmal ein "Ach, das wollte ich schon immer mal machen!" vorausgeht. Und dann ist es so leicht. 3 Wattestäbchen für die Ananlyse der Gewebemerkmale und die Kontaktdaten reichen, um als Stammzellspender in unserer Datei aufgenommen zu werden. Sollte jemand mit ähnlichen Merkmalen erkranken, rufen wir an und sagen: "Dein genetischer Zwilling braucht dich!". Aus einem ersten Gespräch werden Voruntersuchungen und auf einmal steht der Tag der Stammzellspende vor der Tür. Das ist der Moment, in dem die meisten Spender realisieren, dass gerade ein Patient irgendwo auf der Welt, dringlichst auf die gesunden Stammzellen wartet. Nicht weniger als ein Leben bedeutet diese Spende. Die kleine Info, wie alt der Zwilling ist und wo er ungefähr herkommt, lässt dann wirklich niemanden mehr kalt. Auch wir sind jedes Mal berührt an der Seite unserer Helden, die wir eng betreuen. Doch oft ist die Geschichte hier noch nicht zu Ende. Aus einer Spende entsteht zunächst ein anonymer Kontakt zwischen Patient und Spender, der nach zwei Jahren in dem Wunsch mündet, sich kennenzulernen. Diese Treffen haben immer etwas Magisches, denn ein Spender und ein Patient kannten sich vorher eigentlich nicht, aber sind doch ganz tief verbunden. Hier kann eine wunderbare Freundschaft enstehen.

So auch bei unserer Stammzellspenderin Josi und ihrem genetischen Zwilling Ralf:

„Für mich waren es nur ein paar Stunden Zeitaufwand und für andere ist es ein Leben!“ Josi Paulig sieht sich nicht als Heldin und doch hat sie ihrem „Zwilling“ ein zweites Leben geschenkt. Kurz vor ihrem 18. Geburtstag hatte sich die junge Frau aus Marienberg beim Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden in Dresden registrieren lassen und wusste noch nicht, dass sie Jahre später, 2018, Stammzellen für einen für sie noch unbekannten Menschen spenden würde. Heute ist er nicht mehr unbekannt: Es ist Ralf Schüssling aus Ranis (66 Jahre alt), der Josi auf dem Foto dankbar anlächelt.

Die Geschichte begann an einem jenen Tag im Juli 2017, als nach langer Zeit mit vielen verschiedenen Untersuchungen aus einer Vermutung eine schreckliche Gewissheit wurde: Die Diagnose akute Leukämie. „Man fühlt sich in dem Augenblick wie gelähmt“ sagt Ralf. Ein Moment, wo das Leben in Rückwärtsschleife abgespielt wird und die Zukunft völlig aussichtslos aussieht. Bei einer 50-prozentigen Chance, die Krebserkrankung zu überstehen, war die Stammzelltransplantation die letzte Möglichkeit und für Ralf die einzige Hoffnung.

Dieser Hintergrund war für Josi zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannt. Jedoch stand fest: Sie will helfen! Als nun endlich die Stammzellen an Ralf übertragen wurden, habe es sich angefühlt, als würde in ihm das Leben zurückkehren, wie Ralf erklärt. Jeder noch so starke Schmerz war ihm wert, denn er wusste, dass die Spende hilft. Mittlerweile führt Ralf ein normales Leben und kann in eine positive Zukunft schauen, was ohne Josi ihren Einsatz nicht möglich gewesen wäre.

Für beide war das erste Kennenlernen ein sehr bewegender Moment. Sie verstehen sich sehr gut und haben mittlerweile regelmäßigen Kontakt. Josi und Ralf möchten mit ihrer Geschichte zeigen, dass mit einer Registrierung in einer Stammzellspenderdatei Leukämiepatienten und deren Familien, Hoffnung geschenkt wird!

Unsere Countdownwoche anlässlich des World Marrow Donor Day

Bis zum 19.09.2020, dem WMDD, werden wir auf unseren Social Media Kanälen Spender*innen präsentieren, Rückblicke zu Typisierungsaktionen schalten und Patienten vorstellen. Unsere Stammzellspender*innen sind Vorbilder und wir wünschen uns, das viele ihrem Beispiel folgen. Sagt eurer Familie und Freunden, dass sie sich ihr Set online bestellen können und helft uns, Leben zu retten. HIER könnt ihr Stäbchen bestellen! Ihr wollt selbst teil der Woche sein? Macht eine Story oder einen Post, verlinkt uns, nutzt den Hashtag #thankyoudonor #wmdd2020 und wir reposten eure Geschichte.

Am WMDD selbst sind wir beim Tag des Handwerks in Leipzig auf dem Augustusplatz. Kommt vorbei und werdet Lebensretter!

Drei Stäbchen für ein Leben!

In diesem Sinne: #thankyoudonor - Vielen Dank, liebe Spender*innen! Welcher Tag wäre besser geeignet, um euch zu sagen: Ihr schenkt Leben und wir verneigen uns vor euch! 

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